Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe

Nachwachsende Rohstoffe und Energie für die Zukunft - aus der Landwirtschaft
 
Als Anbauer von Biomasse sind die hessischen Bauern entscheidende Unterstützer der Erzeugung von erneuerbarer Energie im ländlichen Raum und der Bereitstellung von natürlichen Rohstoffen zur Schonung endlicher, fossiler Ressourcen.
 
Der Anbau erfolgt entsprechend den Auflagen der guten, fachlichen Praxis und den weitreichenden EU- und Bundesgesetzesvorgaben. Dadurch wird eine nachhaltige und umweltverträgliche Produktion und eine Schonung der „Ressource“ Natur sichergestellt, da im Rahmen des Kreislaufgedankens die Nährstoffe wieder zugeführt werden, die zuvor entzogen worden waren.
 
Aktuell werden in Hessen rund zehn Prozent der Landwirtschaftsfläche für den Anbau von Energiepflanzen und nachwachsenden Rohstoffen genutzt. Dieser Anteil könnte nach der Biomassepotentialstudie des Landes Hessens noch ausgedehnt werden, ohne dass es zu einer Einschränkung der Nahrungs- und Futtermittelerzeugung kommen würde. Für die Anbauentscheidungen der hessischen Bauern spielen die Markterwartungen und die Preiseentwicklung eine große Rolle. Je größer die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und je höher die Agrarrohstoffpreise, desto weniger Flächen würde für Bioenergierohstoffe genutzt.
Zusammen mit den zu erwartenden Effizienz- und Produktivitätssteigerungen beim Anbau und der Nutzung von Biomasse könnte die Erzeugung von Rohstoffen aus der Landwirtschaft einen weiterhin entscheidenden Teil zur umweltverträglichen Energieproduktion in Hessen beitragen. Daneben könnte zudem die Energiegewinnung aus landwirtschaftlichen Rest- und Nebenprodukten wie beispielsweise Gülle und Landschaftspflegematerial noch deutlich erhöht werden und eine weitere Wertschöpfung im ländlichen Raum, ohne zusätzlichen Flächenbedarf, geschaffen werden.