22.09.2017

Präsident Schmal: Ohne Landwirtschaft vor Ort keine regionalen Produkte

Bei den Ansprachen und Grußworten zur Eröffnung des diesjährigen Erntefestes am vergangenen Donnerstag in Frankfurt war der geplante neue Stadtteil mit rund 550 Hektar zwischen der Frankfurter Nordweststadt, Oberursel und Steinbach ein zentrales Thema. HBV-Präsident Karsten Schmal wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der fruchtbaren Böden für die regionale Lebensmittelerzeugung hin und sagte: „Ich hoffe, dass die Frankfurter Stadtpolitik dem wertvollen Boden den Stellenwert beimisst, den er verdient und beim Umfang der Wohnbebauung maßvoll plant und die fruchtbaren Böden des Vordertaunus schont. Denn ohne Landwirtschaft vor Ort gibt es auch keine Versorgung mit regionalen Lebensmitteln. Das muss allen klar sein.“ Der stellvertretende Vorsitzende des Regionalbauernverbandes Wetterau-Frankfurt, Kreislandwirt Dr. Matthias Mehl, bezeichnete den Flächenhunger der Gesellschaft als das derzeit größte Problem der Landwirte. Mehrere Betriebe wären durch die Ausweisung des vorgesehenen Baugebietes in ihrer Existenz bedroht. „Das Ziel des Erntefestes besteht nach wie vor darin, der städtischen Bevölkerung Landwirtschaft und Landleben nahe zu bringen“, betonte der Vorsitzende des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins, Karlheinz Gritsch, in seiner Eröffnungsansprache. Lebensmittel seien heute all zu oft anonyme Produkte, die im Supermarkt ohne Bezug zu ihrer landwirtschaftlichen Herkunft gekauft würden. Auch er zeigte sich besorgt um den Erhalt der Betriebe, verursacht durch den enormen Siedlungsdruck im Rhein-Main-Gebiet.