Tierschutz und Tierhaltung

Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Weg vom Ausmisten per Hand und den Hühnern auf dem Misthaufen hin zu moderner Technik wie Klimacomputern, die für die optimale Wohlfühltemperatur der Tiere im Stall sorgen. 
 
Die Leitbild der Landwirtschaft zur Nutztierhaltung finden Sie hier. >>
 
13 Fakten zur landwirtschaftlichen Nutztierhaltung

Der Landwirt erlangt durch seine landwirtschaftliche Ausbildung oder sein Studium das nötige Fachwissen, um sich gut um seine Tiere zu kümmern.

Tierkomfort spielen eine zentrale Rolle – denn nur gesunde Tiere, die sich wohl fühlen, erbringen gute Leistungen (z.B. viel Milch, gutes Wachstum) und sind damit für den Landwirt wirtschaftlich. Kein Landwirt hat Interesse am Tierleid!

Kalb im Kälberiglu mit Auslauf
Legehennen im Scharrbereich
 
Käfighaltung von Legehennen ist in Deutschland seit 2010 verboten. Deutsche „Käfigeier“ kommen heute von Hennen aus Kleingruppenhaltung. 64,4 Prozent der Legehennen in Deutschland leben heute in Bodenhaltung und 15,7 Prozent in Freilandhaltung. (Angaben aus 2013).

Antibiotika als Leistungsförderer (= prophylaktische Verabreichung mit dem Futter) sind seit 2006 in der ganzen EU verboten!

Alle Arzneimittel für den Einsatz im Stall sind verschreibungspflichtig, dürfen nur vom Tierarzt abgegeben werden und über deren Einsatz muss genau Buch geführt werden. Es besteht außerdem seit 2014 eine staatliche Antibiotikadatenbank, in welche alle Antiobiotikaanwendungen bei Masttieren aus Betrieben mit gewissen Bestandsgrößen eingegeben werden müssen.

Landwirte versuchen durch verbesserte Tierhaltung den Medikamenteneinsatz zu minimieren, denn ein hoher Medikamenteneinsatz führt zu höheren Produktionskosten. Aber kranke Tiere müssen auch im Sinne des Tierschutzes behandelt werden.
 
Mastschweine kurz vor dem Verkauf
Muttersau säugt ihre Ferkel
 
Muttersauen werden häfig zum Schutz der Ferkel ab dem Zeitpunkt einer Woche vor der Geburt bis zum Ende der Säugezeit (28 bis 35 Tage) in einem Ferkelschutzkorb untergebracht. Diese Maßnahme verfolgt das Ziel, dass weniger Ferkel von der wesentlich größeren Sau erdrückt werden.
 
Sauen müssen seit dem 1. Januar 2013 in der ganzen EU nach dem Besamen bis kurz vor der Geburt  in Gruppen gehalten werden. 

Boxenlaufstall
Milchkühe beim Fressen
 
In der Milchviehhaltung ist das Wort Kuhkomfort nicht mehr aus dem Sprachgebrauch der Landwirte wegzudenken. Milchkühe leben heute meist in hellen, luftigen Laufställen und Hilfsmittel wie beispielsweise rotierende Massagebürsten sorgen für das optimale Wohlbefinden der Tiere.

In der Nutztierhaltung gilt es, verschiedene Vorschriften und Gesetze einzuhalten. Beispielsweise ist bei geschlossenen Ställen der Anteil der Fensterflächen genau vorschrieben.
 
Schweine müssen in ihrem Stall veränderbares Beschäftigungsmaterial/ Spielzeug (z.B. Holzstücke an Ketten, Stroh, Kettenkreuze, etc.) zur Verfügung haben.
 
Mastschweine mit Spielzeug
 
Investitionen in bessere Lebensbedingungen für die Tiere und bessere Arbeitsbedingungen für den Landwirt kosten Geld. Um wirtschaftlich sinnvoll arbeiten zu können, werden Investitionen über mehrere Jahre abgeschrieben (7 bis zu 25 Jahren). Innerhalb dieser Zeit sollte die angeschaffte Technik mindestens noch eingesetzt werden (dürfen).
 
Landwirte halten aus hygienischen Gründen ihre Ställe häufig geschlossen und/ oder ziehen Zäune um die Betriebe, um Kontakt mit Wildtieren und die Einschleppung von Krankheitserregern in den Tierbestand zu verhindern. So sorgen sie für die Sicherheit der Lebensmittel.
 
Wenn Sie Interesse haben, mehr über die landwirtschaftliche Tierhaltung zu erfahren, können Sie hier >> Videos zur Nutztierhaltung in Deutschland ansehen oder mit Hilfe der Webcam >> einen Blick in einen hessischen Kuhstall werfen.
 
Sie können uns außerdem gerne persönlich ansprechen (digitales-stallfenster@web.de) oder uns auf Facebook besuchen unter www.Facebook.de/JungesHessen >>.