Mach mit - säe ein Stück Heimat

Der Rückgang der Artenvielfalt der Insekten hat vielfältige Ursachen.
 
Versiegelung von Flächen, veränderte Gestaltung von öffentlichen Grünanlagen und privaten Gärten seien hier nur als einige Beispiele aufgeführt.
 
Die Landwirtschaft hat erkannt, dass sie mit der Anlage von Blühflächen einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann.
 
In Hessen wurden im Rahmen der Initiative „Hessens Landwirtschaft blüht für Bienen – Landwirte und Imker sind Partner“ 16.000 kg Blühstreifensaatgut an hessische Landwirte verteilt und auf 1.600 Hektar ausgesät. Dies entspricht einem fünf Meter breiten Blühstreifen mit einer Gesamtlänge von 3.200 Kilometern.
Die aus 16 verschiedenen Pflanzenarten bestehenden Blühstreifen liefern Bienen und Insekten nach der Obst- und Rapsblüte durch die unterschiedlichen Blühzeiten über den ganzen Sommer hinweg wertvolle Nahrung. Darüber hinaus schaffen sie Brut- und Deckungsräume für Wildtiere. Auch Vögel profitieren von den Samen der Pflanzen und Insekten. Darüber hinaus werden Nützlinge, wie zum Beispiel Marienkäfer, Spinnen, Regenwürmer, Schwebfliegen und Laufkäfer gefördert.
 
Doch jeder Einzelne von uns kann seinen Beitrag leisten. Legen Sie Blühflächen in Ihren Gärten an. Diese bieten den Insekten nicht nur Nahrung, sondern auch einen Lebensraum. Dies können einjährige Blühflächen sein, die jährlich mit Samen angelegt werden, aber auch die richtige Auswahl anderer Pflanzen im Garten, wie Bäume, Sträucher und Stauden können einen wichtigen Beitrag leisten. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nur Pflanzen verwendet werden, die auch hinsichtlich der Nahrung einen Nutzen für Insekten haben. Gefüllte Blüten sehen zwar für das menschliche Auge schön aus, haben aber für die Insekten keinen Nutzen, da die Staubblätter zu Blütenblättern umfunktioniert sind und den Insekten somit keine Nahrung liefern können. Aber auch die Anlage des Gartens spielt eine wichtige Rolle.
Reine Kiesgärten sind zwar pflegeleicht, aber für Insekten die reinste Ödnis. Ersetzen Sie Steine und Kies durch Hecken und blühende Paradiese für Insekten und tragen Sie so zum Erhalt der Insekten bei. Und wer wenig Arbeit mit dem Rasen haben möchte, kann einfach auf ein paar Rasenmäher-Überfahrten verzichten. Je seltener der Rasen gemäht wird, desto mehr blühende Pflanzenarten etablieren sich dort, das freu die Insekten.
 
Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Anlegen von Blühstreifen und erfreuen sie sich an jedem Insekt, das diesen besucht!