Hessischer Bauernverband - Tierhaltung
24.01.2019

Blauzungenkrankheit auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Sperrgebiet ausgeweitet - weitere hessische Landkreise betroffen

Seit Jahresbeginn wurden aus Baden-Württemberg weitere Ausbrüche der Blauzungenkrankheit (Serotyp 8) in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach sowie der Stadt Freiburg gemeldet. Aktuell erfolgten zudem Nachweise dieser, für den Menschen nicht gefährlichen, Tierseuche in Rheinland-Pfalz (Kreis Trier-Saarburg, Zweibrücken und zuletzt in Bad Kreuznach) sowie dem Saarland (Saar-Pfalz-Kreis). Um jeden Ausbruchsbetrieb muss ein Sperrgebiet mit einem Radius von mindestens 150 km eingerichtet werden.
Damit weitet sich das bereits bestehende Sperrgebiet auch auf die hessischen Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Offenbach sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden aus. Weiterhin betroffen sind die Landkreise Lahn-Dill-Kreis, Marburg-Biedenkopf, Gießen, Wetterau, Main-Kinzig sowie die kreisfreien Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden erweitert. Auch der Kreis Waldeck-Frankenberg ist betroffen, hier jedoch nur die Gemeinden Allendorf, Battenberg, Bromskirchen, Burgwald, Frankenberg, Gemünden, Haina, Hatzfeld und Rosenthal. Im Kreis Fulda liegen ebenfalls einzelne Gemeinden im Restriktionsgebiet: Bad Salzschlirf, Großenlüder, Hosenfeld, Neuhof, Flieden und Kalbach. Im Schwalm-Eder-Kreis sind es folgende Gemeinden: Gilserberg, Schwalmstadt, Willingshausen und Schrecksbach. Auch im Vogelsbergkreis sind einzelne Gemeinden betroffen, und zwar Schotten, Grebenhain, Freienstein, Herbstein, Lautertal, Ulrichstein, Mücke, Gemünden, Homberg (Ohm), Kirtorf, Antrifttal, Romrod, Schwalmtal, Lauterbach, Wartenberg und Alsfeld (aber ohne die Gemarkungen Berfa und Lingelbach).
 
Das Hessische Landwirtschaftsministerium weist Tierhalter darauf hin, dass Rinder, Schafe und Ziegen ohne Impfung nicht aus dem Sperrgebiet verbracht werden dürfen. Die Sonderregelung einer virologischen Blutuntersuchung (siehe Artikel vom 21.12.2018 >>) gilt nur noch bis Ende Februar. Daher ist es zwingend erforderlich, Rinder-, Schaf- und Ziegenbestände in Hessen zeitnah impfen zu lassen. Eine Impfung wird sowohl gegen Serotyp 8 als auch Serotyp 4, welcher ebenfalls in Frankreich grassiert, empfohlen. So können Wiederkäuer wirksam vor einer Infektion mit dem Virus geschützt und Tiere aus den Sperrgebieten heraus gehandelt werden. Impfkostenzuschüsse des Landes und/oder der Hessischen Tierseuchenkasse gibt es derzeit nicht.
  
Karte des Sperrgebietes (Stand: 21. Januar 2019) >>
 
Tierhaltererklärung zur Verbringung innerhalb des Sperrgebietes >>

Tierhaltererklärung zur Verbringung von Schlachttieren >>
 
Tierhaltererklärung zum Verbringen von Kälbern geimpfter Muttertiere >> 
 
Tierhaltererklärung zum Verbringen von Schafen und Ziegen >> 
 
Anleitung zur Eintragung der Impfung HIT (Tierhalter) >>