Hessischer Bauernverband - Tierhaltung
25.02.2019

Blauzungenkrankheit auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Erleichterte Verbringungsregelungen verlängert

Seit Jahresbeginn wurden aus Baden-Württemberg weitere Ausbrüche der Blauzungenkrankheit (Serotyp 8) in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach sowie der Stadt Freiburg gemeldet. Aktuell erfolgten zudem Nachweise dieser, für den Menschen nicht gefährlichen, Tierseuche in Rheinland-Pfalz (Kreis Trier-Saarburg, Zweibrücken und zuletzt in Bad Kreuznach) sowie dem Saarland (Saar-Pfalz-Kreis). Um jeden Ausbruchsbetrieb muss ein Sperrgebiet mit einem Radius von mindestens 150 km eingerichtet werden.
Damit weitet sich das bereits bestehende Sperrgebiet auch auf die hessischen Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Offenbach sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden aus. Weiterhin betroffen sind die Landkreise Lahn-Dill-Kreis, Marburg-Biedenkopf, Gießen, Wetterau, Main-Kinzig sowie die kreisfreien Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden erweitert. Auch der Kreis Waldeck-Frankenberg ist betroffen, hier jedoch nur die Gemeinden Allendorf, Battenberg, Bromskirchen, Burgwald, Frankenberg, Gemünden, Haina, Hatzfeld und Rosenthal. Im Kreis Fulda liegen ebenfalls einzelne Gemeinden im Restriktionsgebiet: Bad Salzschlirf, Großenlüder, Hosenfeld, Neuhof, Flieden und Kalbach. Im Schwalm-Eder-Kreis sind es folgende Gemeinden: Gilserberg, Schwalmstadt, Willingshausen und Schrecksbach. Auch im Vogelsbergkreis sind einzelne Gemeinden betroffen, und zwar Schotten, Grebenhain, Freienstein, Herbstein, Lautertal, Ulrichstein, Mücke, Gemünden, Homberg (Ohm), Kirtorf, Antrifttal, Romrod, Schwalmtal, Lauterbach, Wartenberg und Alsfeld (aber ohne die Gemarkungen Berfa und Lingelbach).
 
Das Hessische Landwirtschaftsministerium weist Tierhalter darauf hin, dass Rinder, Schafe und Ziegen ohne Impfung nicht aus dem Sperrgebiet verbracht werden dürfen. Die Sonderregelung einer virologischen Blutuntersuchung bei Verbringungen innerhalb Deutschlands (siehe Artikel vom 21.12.2018 >>) wurde bis Ende März verlängert.
Daher ist es zwingend erforderlich, Rinder-, Schaf- und Ziegenbestände in Hessen zeitnah impfen zu lassen. Eine Impfung wird sowohl gegen Serotyp 8 als auch Serotyp 4, welcher ebenfalls in Frankreich grassiert, empfohlen. So können Wiederkäuer wirksam vor einer Infektion mit dem Virus geschützt und Tiere aus den Sperrgebieten heraus gehandelt werden. Impfkostenzuschüsse des Landes und/oder der Hessischen Tierseuchenkasse gibt es derzeit nicht. 

Dem HBV wurde auf Nachfrage seitens des Ministeriums mitgeteilt, dass der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor bereits im Dezember gebeten wurde, den Einsendern die Kosten der virologischen Untersuchung auf Blauzungenkrankheit nicht in Rechnung zu stellen. Somit entfallen für die Tierhalter die Untersuchungskosten für die Handelstiere. Die Kosten für die Untersuchungen werden aus Landesmitteln finanziert (befristet bis 30. März 2019).

Karte des Sperrgebietes (Stand: 21. Januar 2019) >>
 
Tierhaltererklärung zur Verbringung innerhalb des Sperrgebietes >>

Tierhaltererklärung zur Verbringung von Schlachttieren >>
 
Tierhaltererklärung zum Verbringen von Kälbern geimpfter Muttertiere >> 
 
Tierhaltererklärung zum Verbringen von Schafen und Ziegen >> 
 
Tierhaltererklärung zum Verbringungen von ungeimpften Schafen und Ziegen >>
 
Anleitung zur Eintragung der Impfung HIT (Tierhalter) >>