04.06.2019

BTV - Memorandum zum Verbringen von Kälbern nach Spanien

Mit Wirkung zum 3. Juni 2019  gibt es ein Memorandum Deutschlands mit Spanien zur Verbringung von unter 70 Tage alten Kälbern aus den BTV-Restriktionsgebieten.
 
Eine folgender Voraussetzungen muss für ein Verbringen erfüllt sein (Auszug Memorandum):
  1. die Kälber stammen von Müttern, die vor der Belegung gegen den/ die im Herkunftsgebiet vorkommenden Serotyp(en) des Virus der Blauzungenkrankheit geimpft wurden, stammen aus gegen den/ die gleichen Serotyp(en) geimpften Beständen und haben nach der Geburt ordnungsgemäß Biestmilch ihrer eigenen Mutter erhalten. ODER
  2. Die Kälber stammen von Müttern, die während der Trächtigkeit gegen den/ die im Herkunftsgebiet vorkommenden Serotyp(en) des Virus der Blauzungenkrankheit geimpft wurden, stammen aus gegen den/ die gleichen Serotyp(en) geimpften Beständen und haben nach der Geburt ordnungsgemäß Biestmilch ihrer eigenen Mutter erhalten. Sie wurden innerhalb von sieben Tagen vor der Verbringung mit negativem Ergebnis auf das Vorkommen von Virusgenom (PCR) getestet. ODER
  3. Die Kälber wurden vor ihrer Verbringung für einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen mit einem äußerlich anzuwendenden Insektizid gegen Angriffe durch den Vektor Culicoides behandelt, das für die Tierart Rind zugelassen ist. Ferner wurden die Tiere mit negativem Ergebnis einem Erregeridentifizierungstest (PCR) gemäß dem OIE-Handbuch für die Landtiere auf den/ die im Herkunftsgebiet vorkommenden Serotyp(en) des Virus der Blauzungenkrankheit unterzogen, der mindestens 14 Tage nach Beginn des Vektorschutzes an Proben durchgeführt wurde, die innerhalb von 14 Tagen vor der Verbringung genommen wurden.
Im Nachgang zu den Verhandlungen für die Unterzeichnung des Memorandums hat der spanische Veterinärdienst BMEL darum gebeten, eine Dokumentation des Befundes der vorgesehenen PCR-Untersuchung in die ergänzende Tiergesundheitsbescheinigung mit aufzunehmen.