26.05.2020

Das ist ein undifferenzierter Frontalangriff auf die Landwirtschaft

Mit diesen Worten hat der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, Bundesumweltministerin Svenja Schulze kritisiert, die in ihrem Bericht zur Lage der Natur in der vergangenen Woche darauf hingewiesen hat, dass es der Natur vor allem in der Agrarlandschaft besorgniserregend schlecht gehe. Das gelte besonders für Schmetterlinge und andere Insekten, die auf blütenreiche Wiesen und Weiden angewiesen seien. Denn diese wichtigen Ökosysteme gebe es in der intensiven Landwirtschaft immer seltener. „Es ist für eine Bundesministerin nicht in Ordnung, einzelne Berufsgruppen so in die Ecke zu stellen. Natürlich ist Landwirtschaft immer ein Eingriff in die Natur, dafür stellen wir aber Lebensmittel her, auch in Krisenzeiten“, so Präsident Schmal in einem Interview mit dem LW Hessenbauer, das in der nächsten Ausgabe am 28. Mai 2020 veröffentlicht wird. Schmal vermisst bei der Ministerin unter anderem die Anerkennung für Umweltleistungen, die Landwirte erbringen, beispielsweise die freiwillige Anlage von Blühstreifen, die der Hessische Bauernverband mit seinen Kreis- und Regionalbauernverbänden seit Jahren unterstützt. Auch in den Sozialen Medien hat Präsident Schmal hervorgehoben, dass wir bei allen Bemühungen um den Natur- und Artenschutz die wichtigste Aufgabe der Landwirtschaft nicht vergessen dürfen: die Sicherstellung der Versorgung mit gesunden Lebensmitteln.