04.02.2021

Insektenschutzpaket muss gestoppt werden
DBV-Protestaktion vor dem Kanzleramt

Mit einer vom Deutschen Bauernverband (DBV) organisierten Protestaktion haben Vertreter des DBV und aus den Landesbauernverbänden, darunter HBV-Generalsekretär Peter Voss-Fels, plakativ die Betroffenheit der Landwirtschaft durch das geplante Insektenschutzpaket des Bundes verdeutlicht. Die Landwirtschaft werde dadurch massiv belastet ohne nennenswerte Vorteile für den Insekten- und Naturschutz. Das vorgesehene Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten, in Hessen sind rund 145.000 Hektar davon betroffen, bedeute ein faktisches Anbauverbot. Das bewährte Prinzip der Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz werde in Frage gestellt. Außerdem fehle eine fundierte, wissenschaftsbasierte Folgenabschätzung in Bezug auf die Landwirtschaft. Wesentliche Ursachen des Insektenrückgangs und damit die gesamtgesellschaftliche Verantwortung würden in dem vorliegenden Gesetzesentwurf, der kommende Woche im Bundeskabinett beschlossen werden soll, ausgeklammert. Dieses Gesetz sei kontraproduktiv und müsse deshalb gestoppt werden, forderten die Vertreter des landwirtschaftlichen Berufsstandes.