27.09.2018

Politik muss jetzt handeln
Bauerndemonstration im Rahmen der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf

Eine Delegation hessischer Landwirte, mit Volker Lein, dem Vizepräsidenten des Hessischen Bauernverbandes, an der Spitze, hat auf der heutigen Bauerndemonstration in Bad Sassendorf ihre Solidarität mit den westfälischen, rheinischen und niedersächsischen Berufskollegen bekundet. „Wir brauchen dringend praxistaugliche Regelungen und Rechtssicherheit für unsere Schweinehalter. Wir brauchen den vierten Weg, der sich in Dänemark und Schweden bewährt hat“, sagte Lein auf der Kundgebung vor etwa 2.000 Bauern. Die derzeitige deutsche Agrarpolitik sei ein Exportförderprogramm für ausländische Agrarprodukte. Das schade nicht nur unserer Landwirtschaft, sondern auch den Verbrauchern, die unsere hohen Qualitäten und Standards zu schätzen wissen, betonte Lein. „Politik muss handeln – jetzt!“ Mit diesen Worten war eine Entschließung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, des Landvolks Niedersachsen und des Hessischen Bauernverbandes zur aktuellen Lage der Sauenhalter überschrieben. Darin werden die politisch Verantwortlichen aufgerufen, sich ihrer Verantwortung zu stellen und die Existenz der Sauenhalter in Deutschland zu sichern. Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration zum 31. Dezember 2018 werde die allermeisten Sauenhalter in eine ausweglose Situation führen, denn es fehlten tierschutzgerechte und flächendeckende Lösungen. Die Ferkelerzeuger in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen fordern deshalb, die Lokalanästhesie zuzulassen, das Tierschutzgesetz zu ändern, die Frist für den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration zu verschieben und Schweinefleisch aus deutscher Erzeugung zu kennzeichnen.
Den vollen Wortlaut der Entschließung finden Sie hier.