31.10.2019

HBV-Ehrenpräsident Friedhelm Schneider wird 70
Jahrzehntelanger Einsatz für den landwirtschaftlichen Berufsstand

Der Ehrenpräsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider aus Gründau (Main-Kinzig-Kreis), vollendet am 2. November 2019 sein 70. Lebensjahr. Er stand von 2006 bis 2015 als Präsident an der Spitze des Hessischen Bauernverbandes (HBV), zuvor war er zwölf Jahre Vizepräsident dieses Verbandes. In diesen mehr als zwei Jahrzehnten konnte Friedhelm Schneider zahlreiche Erfolge für die hessischen Bauernfamilien verbuchen. Auch nachfolgende Generationen profitieren davon.
 
Richtungsweisend war zum Beispiel die Einrichtung des Kuratoriums für das land- und gartenbauliche Beratungswesen beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.  Mit dieser Einrichtung ist gewährleistet, dass der Berufsstand bei den Beratungskonzepten und Beratungsinhalten eine Mitsprache hat und die Belange der Praxis berücksichtigt werden können. Darüber hinaus war der mit der hessischen Landesregierung abgeschlossene Zukunftspakt Hessische Landwirtschaft, mit dem der Rahmen für Fördermaßnahmen abgesteckt wird, eine wichtige Weichenstellung. 
 
Friedhelm Schneider ist ein Mann klarer, deutlicher Worte und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er ist voller Tatendrang und Optimismus. Die Bauern schätzen an ihm seine Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und seinen Kampfgeist. Schneider war als HBVPräsident ein guter Netzwerker. Er pflegte nicht nur gute Kontakte zur hessischen Landesregierung, sondern auch zu anderen landwirtschaftlichen Organisationen mit dem Ziel, der hessischen Landwirtschaft eine starke Stimme unter der Führung des Hessischen Bauernverbandes zu geben. Schneiders Standhaftigkeit, sein klarer Kurs und kämpferischer Einsatz für die Bauernfamilien waren ausschlaggebend dafür, dass er bei der Wiederwahl zum Präsidenten jeweils eine überwältigende Stimmenmehrheit auf seiner Seite hatte.
 
Friedhelm Schneiders Karriere im landwirtschaftlichen Berufsstand begann bereits mit 31 Jahren als Vorsitzender des damaligen Kreisbauernverbandes Gelnhausen. Damit war er seinerzeit der jüngste Kreisvorsitzende in Hessen. Weitere wichtige Zwischenstationen waren der Vorsitz beim Kreisbauernverband Main-Kinzig, der aus der Fusion der ehemals selbständigen Kreisbauernverbände Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern hervorgegangen ist. Darüber hinaus war Schneider 23 Jahre lang Kreislandwirt. Danach folgte der Aufstieg bis an die Spitze des Hessischen Bauernverbandes. Das war von Beginn an sein großes Ziel.  
 
Wegen seines außerordentlichen Engagements, seiner Fachkenntnisse und Erfahrungen wurden ihm zahlreiche Spitzenpositionen in landwirtschaftlichen Organisationen übertragen. Diese Ämter hat er meist über Jahrzehnte hinweg ausgeübt, so zum Beispiel als Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen, der Hessischen Tierseuchenkasse, der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen, des Landesagrarausschusses, des Kuratoriums für das landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungswesen in Hessen sowie als alternierender Vorstandsvorsitzender der damaligen landwirtschaftlichen Sozialversicherung Hessen-Rheinland-Pfalz-Saarland.  
 
Aufgrund seines erfolgreichen ehrenamtlichen Wirkens wurden Friedhelm Schneider zahlreiche Ehrungen zuteil. Er ist Träger des Hessischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes. Des Weiteren wurde er mit der Goldenen AndreasHermes-Medaille des Deutschen Bauernverbandes und der Goldenen Ehrennadel des Hessischen Bauernverbandes ausgezeichnet.  
 
Friedhelm Schneider ist auch ein herausragender landwirtschaftlicher Unternehmer. Der aus kleinen Verhältnissen entstandene Friedrichshof in Niedergründau zählt mittlerweile zu den größten Milchviehbetrieben in Hessen. Zwei Biogas- und Photovoltaikanlagen und ein Lohnunternehmen gehören dazu. Dieser Betrieb, den er gemeinsam mit Sohn Manuel bewirtschaftet, sucht seinesgleichen. Auch der mit Tochter Alexandra gemeinsam geführte Kinzigheimerhof in Bruchköbel mit den Schwerpunkten Pensionspferdehaltung und Sonderkulturen behauptet sich sehr gut im Rhein-Main-Gebiet.