30.05.2018

Erweitertes HBV-Präsidium tagte bei der Firma Horizont in Korbach

Das Verbot des Einsatzes von Neonicotinoiden im Freiland, die Kürzung des EU-Agrarhaushaltes um fünf Prozent, die geplante Reduktion von Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung um 29 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2005 waren einige der Themen, die HBV-Präsident Karsten Schmal in seiner agrarpolitischen Übersicht kritisierte. Die vom Landtag kürzlich beschlossene Novellierung des Hessischen Wassergesetzes sehe ein Verbot des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in Gewässerrandstreifen von vier Metern vor, außerdem gelte darin ein Pflugverbot. Fachlich gut begründete Gegenargumente des Bauernverbandes in Bezug auf die Verwendung von Exaktdüngerstreuern und die strengen Anwendungsbestimmungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, um eine Flexibilisierung zu erreichen, fanden leider kein Gehör. Präsident Schmal berichtete von einem Gespräch mit den Spitzenvertretern des Hessischen Waldbesitzerverbandes, dem Verein Familienbetriebe Land & Forst Hessen, dem Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverband für Hessen sowie dem Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Hessen und der Hessischen Landjugend mit dem Ziel, ein „Aktionsbündnis Land und Forst“ zu bilden, um gemeinsame Positionen (zum Beispiel Eigentumsrechte stärken, den Flächenverbrauch reduzieren) in die politische Diskussion einzubringen.