04.07.2019

Hessische Umsetzung des Aktionsplans "Kupierverzicht"

Das europäische Recht gibt vor, dass ein Kupieren der Schwänze von Schweinen nur dann durchgeführt werden darf, wenn Verletzungen an Ohren oder Schwänzen anderer Schweine entstanden sind und vor dem Kupieren andere Maßnahmen getroffen werden, um Schwanzbeißen und andere Verhaltensstörungen zu vermeiden (Anhang I Kapitel I Nr. 8 der Richtlinie 2008/120/EG über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen). Die Empfehlung (EU) 2016/336 verlangt in seiner Nummer 2 a, dass die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die Landwirte eine Risikobewertung in Bezug auf das Auftreten von Schwanzbeißen durchführen, die sich auf tier- und nicht tierbasierte Indikatoren stützt („Risikobewertung“).
 
Im Juni wurden alle hessischen Schweinehalter vom zuständigen Ministerium angeschrieben und zu zwei Informationsveranstaltungen eingeladen.
 
Die Informationsveranstaltungen finden statt
 
am 26. Juni 2019 um 11.00 Uhr im Kongress Palais,
Kolonadensaal, Holger-Börner-Platz 1 in 34119 Kassel
 
und am 9. Juli 2019 um 11.00 Uhr
im Bürgerhaus Wieseck, Philosophenstraße 26 in 35396 Gießen-Wieseck. 
 
Laut Aktionsplan sind Schweinehalter verpflichtet, zum 1. Juli 2019 alle entsprechende Maßnahmen zu ergreifen (Risikoanalyse, Umsetzung Betrieb) und entsprechende Unterlagen bereit zu halten.
Aufgrund der verspäteten Veröffentlichung des hessischen Erlasses müssen die Schweinehalter die Tierhaltererklärung samt Risikoanalyse erst am 15. September fertig gestellt haben und im Fall einer Betriebskontrolle vorlegen.
 

Betroffenen Betriebe finden außerdem Informationen sowie entsprechende Downloads auf der Homepage des Ministeriums unter https://umwelt.hessen.de/kupierverzicht.>>