12.02.2021

Hessische Bauernfamilien fühlen sich von der Politik im Stich gelassen
Mahnwachen und Bauernproteste in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Unter dem Motto „Insekten- und Gewässerschutz MIT der Landwirtschaft“ wollen
Bäuerinnen und Bauern ab kommenden Dienstag, dem 16. Februar, und an den
Folgetagen in der Landeshauptstadt Wiesbaden ihrem Unmut Luft machen und ihre
Forderungen politischen Entscheidungsträgern und Behördenvertretern kundtun.
Der Hessische Bauernverband, Land schafft Verbindung Hessen und die Hessische
Landjugend sind die Organisatoren.

Seit längerem fühlen sich die hessischen Bauernfamilien von der Politik im Stich
gelassen. Jüngstes Beispiel ist das kürzlich vom Bundeskabinett beschlossene
„Insektenschutzpaket“, das mit zahlreichen Auflagen und Verboten die
Existenzgrundlage vieler Betriebe gefährdet. In Hessen kommt die seit Jahresbeginn
geltende neue Landesdüngeverordnung hinzu, mit der erhebliche Einschränkungen
bei der Düngung in nitratbelasteten sogenannten „Roten Gebieten“ verbunden sind.
In den betroffenen Gebieten haben diese gesetzlichen Regelungen gravierende
Auswirkungen auf die Landbewirtschaftung.

Die Bauern verweigern sich keinesfalls einem wirksamen Insekten- und
Gewässerschutz unter der Devise „Kooperation statt Auflagen und Verbote“.