11.07.2022


Prof. Sven Simon, MdEP, zu Besuch bei HBV-Präsident Karsten Schmal
Austausch über aktuelle agrarpolitische Themen

    Trafen sich auf dem Betrieb von Präsident Schmal in Waldeck-Sachsenhausen, v.l.n.r. Armin Schwarz, MdB, Prof. Dr. Sven Simon, MdEP, HBV-Präsident Karsten Schmal und HBV-Generalsekretär Hans-Georg Paulus
    Prof. Dr. Sven Simon (CDU), Abgeordneter des Europäischen Parlaments, besuchte am Montag, dem 11. Juli 2022, den Betrieb von Karsten Schmal, dem Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes (HBV), in Sachsenhausen. Gemeinsam mit Armin Schwarz, MdB (CDU) und Hans-Georg Paulus, Generalsekretär des HBV, tauschten sich Schmal und Prof. Simon über aktuelle agrarpolitische Themen wie die Ausweitung der Industrie-Emissionsrichtline, die GAP und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Landwirtschaft aus.
     
    HBV-Präsident Karsten Schmal begrüßte Professor Simon zunächst auf seinem Betrieb in Sachsenhausen. Hier bewirtschaftet er einen Futterbaubetrieb mit 200 Milchkühen und 230 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Während eines Rundgangs über den Betrieb konnte sich Prof. Simon von der umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft in Hessen persönlich überzeugen.
     
    Im Gespräch wurden insbesondere die geplanten Änderungen der Industrie-Emissionsrichtlinie und deren fatale Auswirkungen auf die hessische Landwirtschaft thematisiert. Die Ausweitung der Industrie-Emissionsrichtlinie würde die Anzahl betroffener landwirtschaftlicher Betriebe deutlich erhöhen, neben Schweine- und Geflügelbetrieben würden auch rinderhaltende Betriebe zukünftig unter die überarbeitete Fassung der Richtlinie fallen. „Für die Betriebe würden die geplanten Änderungen weitreichende und kostenintensive Maßnahmen zur Emissionsminderung mit sich bringen“, sagte Karsten Schmal. Er befürchte, dass das der Beginn der Abwicklung der Tierhaltung in Hessen sei. „Es zeichnet sich ohnehin bereits ein besorgniserregender Rückgang der Tierhaltung in Hessen ab, dieser Entwicklung müssen wir entgegenwirken“, betonte Schmal. Darüber hinaus kamen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Landwirtschaft sowie die GAP zur Sprache.