28.08.2018

Schulmilchkakao weiter fördern
Präsident Schmal kritisiert Ministerin Hinz

„Durch ihre Entscheidung, die Förderung von Schulmilchkakao in Hessen einzustellen, hat Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz unseren Schulkindern einen Bärendienst erwiesen.“ Mit diesen Worten hat der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, diese kontraproduktive und überzogene Reaktion der Ministerin, die auf einem Schreiben der Verbraucherorganisation Foodwatch basiert, kritisiert.   Der Schulmilchkakao habe einen zugesetzten Zuckeranteil von lediglich vier Prozent, von der EU zugelassen sei ein Anteil von bis zu sieben Prozent. Rund 90 Prozent der in Hessen geförderten Schulmilch entfalle auf Kakao. „Anzunehmen, dass Kinder und Jugendliche nach dem Wegfall des Schulmilchkakaos auf pure Milch oder Wasser ausweichen, ist ein Trugschluss. Stattdessen werden sie eher zu Cola, Eistee oder anderen Getränken greifen, die einen viel höheren Zuckergehalt aufweisen“, argumentiert Schmal.   Wenn die Schulmilchkakaoförderung tatsächlich eingestellt werde, sei zu befürchten, dass Schülerinnen und Schülern in hessischen Schulen überhaupt keine Milch mehr angeboten werde, weil sich der logistische Aufwand für Schulmilchlieferanten dann nicht mehr rechne. „In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass viele Kinder ohne Frühstück und Pausenbrot zur Schule kommen. Der Schulmilchkakao hat dieses Defizit zumindest teilweise ausgeglichen. Auch deshalb sollte die Förderung unbedingt beibehalten werden“, so Schmal.   Vor diesem Hintergrund bittet Präsident Schmal Ministerin Hinz, ihre Entscheidung zu überdenken und die Abgabe von Schulmilchkakao in Hessen weiter zu fördern. In gleicher Angelegenheit hat sich Präsident Schmal an Hessens Kultusminister Professor Alexander Lorz gewandt und um Unterstützung gebeten.  
 
 
Foto: mirco1  / pixelio.de