23.07.2018

Trockenheit verursacht Mindererträge bei Getreide und Raps
HBV-Erntepressegespräche in Otzberg und Schauenburg-Martinhagen

Die Teilnehmer des Erntepressegesprächs am 23. Juli 2018 in Schauenburg-Martinhagen
„In Abhängigkeit von der Niederschlagsverteilung und den Bodenverhältnissen rechnen wir bei der Wintergerste und dem Winterweizen in diesem Jahr mit Ertragseinbußen zwischen 10 und 30 Prozent.“ Das betonte HBV-Präsident Karsten Schmal bei Pressegesprächen am vergangenen Mittwoch auf dem Betrieb der Familie Rüdiger Mayer in Otzberg (Landkreis Darmstadt-Dieburg) und am Montag auf dem Betrieb der Familie Bernd Bollerhey in Schauenburg-Martinhagen (Landkreis Kassel) gegenüber Medienvertretern. Für den Winterraps seien die Bedingungen während der gesamten Wachstumsperiode sehr ungünstig gewesen. Die Erträge differieren sehr stark, je nach Standort wird von Ertragsverlusten zwischen 10 und 40 Prozent berichtet. „Während der erste Silageschnitt Anfang Mai noch einen guten Ertrag lieferte, brachte der zweite Schnitt vielerorts nur noch die Hälfte oder noch weniger. Ein dritter Schnitt war oftmals nicht möglich“, beschrieb Schmal den Futterengpass in vielen Rinder haltenden Betrieben. Auch der Silomais leide unter der extremen Trockenheit. In der so wichtigen Wachstumsphase der Kolbenbildung fehle das Wasser. Dr. Willi Billau, Vorsitzender des Regionalbauernverbandes Starkenburg, und dessen Stellvertreter Axel Strauß und Hans Trumpfheller stellten die spezifischen Ernteergebnisse aus der Region vor. Erich Schaumburg, den Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Kassel, schätzte die trockenheitsbedingten Schäden in seinem Verbandsgebiet noch gravierender ein als im hessischen Durchschnitt.