HBV vertritt Landwirtschaft beim Workshop ländliche Radwege

06.03.2026
Am 05.03.2026 fand auf Einladung der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BAST) ein Workshop zur „Bewertung von Bauweisen und Ausstattungsmerkmalen für ländliche Radwege“ statt. Die Interessen der deutschen Landwirtschaft wurden dabei durch den HBV vertreten.
Fahrradweg
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Fahrradweg neben Feld
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Am 05.03.2026 fand in Frankfurt am Main auf Einladung der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BAST) ein Workshop zur „Bewertung von Bauweisen und Ausstattungsmerkmalen für ländliche Radwege“ statt. Hintergrund ist die Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 (NRVP), der im April 2021 durch das Bundeskabinett verabschiedet worden war. Zu diesem Zweck hatte die BAST, die zum Bundesministerium für Verkehr gehört und das Ministerium in fachlichen und verkehrspolitischen Fragen berät, 2024 ein umfangreiches Gutachten in Auftrag gegeben, zu dem mittlerweile ein Zwischenbericht vorliegt. 

Ziel des Workshops war es, auf Basis einer Kurzfassung dieses Zwischenberichtes die unterschiedlichen Sichtweisen besser zu verstehen, indem einzelne Anforderungen an die Wegeinfrastruktur noch einmal unter Einbeziehung der Beiträge der geladenen Experten ausgearbeitet werden sollten. Hierbei sollte der Entwurf des bereits vorliegenden ausführlichen Kriterienkatalogs überprüft, legitimiert, ergänzt und finalisiert werden. Zum besseren Verständnis: es geht und ging nicht um die Frage des „Ob“, sondern nur um die Frage des „Wie“. 

Die grundsätzlichen Entscheidungen zum Bau der Radwege sind getroffen, die Trassenführung steht weitestgehend fest und die Finanzierung ist gesichert, wie den Teilnehmern des Workshops erläutert wurde. Klärungsbedarf besteht aber in den Fragen der jeweiligen Bauausführung, z. B. Asphalt-, Beton-, Pflaster- oder wassergebundene Decke, Wegbreite, Entwässerungsstruktur u. ä. Auch Fragen der Beleuchtung und der Auswirkung von Streusalz auf Boden und Wasser mussten diskutiert werden. Hierzu waren aus ganz Deutschland ca. 20 Experten aus den betroffenen Interessengruppen (Land- und Forstwirtschaft, Umweltschutz, Fahrradverbände, betroffene Ministerien der Länder) der Einladung der BAST gefolgt und brachten sich intensiv ein. Die Interessen der deutschen Landwirtschaft wurden dabei ausschließlich durch den HBV vertreten.  

Da der Termin ausschließlich der Identifizierung und Abgrenzung von Anforderungen und Kriterien diente, findet im Juni ein weiterer Workshop statt, der dann der Erarbeitung und Diskussion von Lösungsvorschlägen dienen wird.  Die BAST bittet insofern bis dahin um weitere Zuarbeit und Anregungen durch die betroffenen Interessengruppen über Ihre Interessenvertretungen, hier also über den HBV. Dies kann beispielsweise durch die Definition von konkreten Bedürfnissen und Anforderungen an Radwege aus der Landwirtschaft geschehen.